Holzfaserdämmplatten für Chemnitz, Zwickau und das Erzgebirge

Definition

Holzfaserdämmplatten - oder auch Weichfaserplatten - werden aus Nadelschwachholz, i. d. R. ohne Zusätze, hergestellt. Sie bestehen fast ausschließlich aus Restholz, welches zerkleinert, zerfasert und anschließend unter Druck und Temperaturen um die 380 °C gepresst wird. Während dieses Vorgangs findet eine Verfilzung und Verklebung der Fasern durch die holzeigenen Harze statt. Zur Verbesserung des Flammschutzes und gegen Schimmelpilzbefall wird Ammoniumsulfat o. ä. hinzugegeben. Unterdeckplatten werden oft mit Bitumen, Latex oder Naturharzen imprägniert. Holzfaserdämmplatten werden erst seit Anfang der 1990er Jahre großmaschinell gefertigt.

Herstellung

Holzfaserplatten werden in zwei verschiedenen Herstellungsverfahren produziert. Im Nassverfahren wird die Holzfaser unter Druck und hohen Temperaturen verpresst. So wird das holzeigene Bindemittel (Lignin) freigesetzt, sodass keine weiteren Bindemittel erforderlich sind. Als Vorteil ist hier der ökologische Aspekt zu nennen, leider können nur Plattenstärken von bis zu 30 mm produziert werden. Im Trockenverfahren werden die Fasern künstlich beleimt, hier kommt z. B. PMDI (Polymeres Diphenylmethandiisocyanat) zum Einsatz. Vereinfacht dargestellt entspricht dieses Verfahren der Herstellung von Span- bzw. MDF-Platten. Vorteil: Es können größere Plattendicken hergestellt werden. Nachteil: Künstliche Bindemittel und Hydrophobierungsmittel sind notwendig.

Normen und Zulassungen

DIN EN 13171:2009-02
Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmäßig hergestellte Produkte aus Holzfasern (WF)
ÖNORM EN 13171
Wärmedämmstoffe für Gebäude - Werkmäßig hergestellte Holzfaserdämmstoffe

Eigenschaften und Kennwerte

Holzfaserplatten sind vielseitig einsetzbar, besitzen gute Wärmedämm- und Schalldämmeigenschaften. Durch die hohe Wärmespeicherfähigkeit und Dichte eignen sich Holzfaserdämmplatten besonders für Leichtbaukonstruktionen und den sommerlichen Wärmeschutz.

  • Wärmeleitfähigkeit (R): 0,040-0,055 W/mK
  • spez. Wärmespeicherkapazität c: 2.000-2.100 Joule/kg K
  • Wasserdampfdiffusionswiderstand μ: 5-10
  • Brandschutzklasse: B 2 normalentflammbar
  • Rohdichte: 150-190 kg/m3
  • Primärenergiegehalt: 600-1.500 kWh/m3

Quelle: http://www.waermedaemmstoffe.com/

Einsatzbereiche

Dach: Aufsparrendämmung, Zwischensparrendämmung
Decke: Trittschalldämmung, Abdeckung für Schüttungen
Wand: Leichtbau, Trennwandplatten, WDVS